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8 Lemlist Alternativen 2026 im DACH-B2B-Vergleich

Lemlist Alternativen 2026: 8 Tools, verifizierte Preise, Stack-Kosten-Analyse für DACH. Smartlead, Apollo, Instantly, Saleshandy, Waalaxy, 36leads.

Stanislav Soziev
Von Stanislav Soziev
11 Min. Lesezeit
Editorial-Illustration: acht Outreach-Tool-Icons rund um einen zentralen LinkedIn-Netzwerk-Knoten, Sales-Pipeline visualisiert in flachem Pop-Art-Stil

Drei Gründe bringen die meisten auf diese Seite. Entweder hat sich die Lemlist-Rechnung verdoppelt, sobald ein zweiter SDR ins Team kam. Oder du zahlst 109 Dollar für den Multichannel-Plan und merkst, dass LinkedIn darin nur ein Schritt in der E-Mail-Sequenz ist, kein eigenständiger Kanal. Oder die KI schreibt die erste Zeile, und das war es auch schon.

Lemlist ist kein schlechtes Tool. Aber sobald LinkedIn dazukommt, zahlst du 109 Dollar pro Nutzer und Monat, und das lässt sich 2026 nur noch für wenige Teams rechtfertigen. Manche Alternativen kosten weniger. Andere können Dinge, die Lemlist strukturell gar nicht adressiert. Darum geht es hier.

Acht Alternativen, vier Fragen: Was kostet das Tool wirklich, wenn Add-ons dazukommen? Welche Kanäle sind nativ eingebaut, welche wurden nachträglich angebaut? Wie weit geht die KI tatsächlich? Und überlebt der LinkedIn-Account die nächsten sechs Monate? Ein Hinweis vorab: In diesem Artikel taucht auch unser eigenes Produkt auf. 36leads ist von uns. Wir sagen dir trotzdem, wo Smartlead, Instantly, Apollo.io, Saleshandy, Waalaxy, Salesforge oder Reply.io die bessere Wahl sind.

Key Takeaways

  • Die günstigste vollwertige Lemlist-Alternative ist Saleshandy Outreach Starter zu 25 USD pro Monat für 6.000 E-Mails. Volumen-Sieger ist Instantly Hypergrowth zu 97 USD pro Monat mit 100.000 E-Mails.
  • Für LinkedIn-first DACH-Teams ist 36leads Growth zu 199 EUR pro Monat die einzige Plattform in dieser Liste, die die KI-Konversation komplett übernimmt und Content plus Outreach in einem Cockpit bündelt.
  • Apollo.io ist die richtige Wahl, wenn das Finden der richtigen Kontakte der eigentliche Engpass ist, dank Datenbank mit 275 Millionen Kontakten.
  • Die echten Kosten von Lemlist liegen selten bei 109 USD, sondern bei 109 USD pro Nutzer plus E-Mail-Verifizierung plus dem LinkedIn- oder Content-Tool, das du sowieso noch dazu brauchst.
  • Im DACH-Markt entscheiden Datenresidenz und EU-Hosting mit, nicht nur die Funktionstabelle.

Warum DACH-Teams 2026 nach Lemlist-Alternativen suchen

Lemlist hat Cold E-Mail als Kategorie mitgeprägt. Der Preis ist heute aber deutlich höher als damals, als das Tool groß wurde. In r/coldemail und deutschsprachigen B2B-Sales-Communities tauchen dieselben drei Beschwerden immer wieder auf. Im DACH-Raum kommt ein vierter Punkt hinzu:

Erstens: die Per-Seat-Falle. Lemlist Multichannel kostet 109 USD pro Nutzer und Monat bei Monatszahlung, 87 USD im Jahresabo. Ein dreiköpfiges SDR-Team zahlt also monatlich zwischen 261 und 327 USD, das macht 3.132 bis 3.924 USD im Jahr, bevor überhaupt ein Deliverability-Add-on auf der Rechnung steht. Für ein Team, das mit dem Email-Plan zu 39 USD gestartet ist, wirkt der Sprung wie eine nachträgliche LinkedIn-Lizenzgebühr.

Zweitens: die aufgesplitteten Funktionen. Der AI Outbound Copilot ist im Email-Plan enthalten. Die LinkedIn-Automation gibt es erst ab dem Multichannel-Plan. Lemwarm Essential erscheint im Dashboard mit 29 USD pro Monat und fällt auf 0 USD, sobald du ohnehin schon zahlst. Die Preisliste hat mehr Posten, als auf den ersten Blick erkennbar sind, und das gilt noch ohne die kreditbasierten Add-ons (E-Mail-Verifizierung 5 Credits pro Adresse, Intent-Signale 20 bis 400 Credits pro Signal).

Drittens: der falsche Kanal. Lemlist ist gebaut worden, als Cold E-Mail der primäre B2B-Kanal war. 2026 finden die eigentlichen Kaufgespräche im DACH-Mid-Market auf LinkedIn statt. Das LinkedIn-Modul im Multichannel-Plan funktioniert zwar, behandelt LinkedIn aber als einen Schritt innerhalb einer E-Mail-Sequenz und nicht als eigenen Kanal mit eigener, profilbewusster KI. Für Teams, die LinkedIn als Hauptkanal fahren, ist das keine fehlende Funktion, sondern eine grundsätzlich andere Tool-Kategorie.

Und viertens, speziell für DACH: die Datenresidenz. Lemlist sitzt in Frankreich, also innerhalb der EU, und stellt einen AVV bereit. Damit ist die Plattform DSGVO-tauglich. Sobald du aber US-Tools wie Smartlead oder Instantly in die Auswahl nimmst, wird die rechtliche Prüfung aufwendiger, und der EU-US Data Privacy Framework landet als zusätzlicher Punkt auf deinem Tisch.

Lemlist kostet 39 USD pro Monat für den Email-Plan und 109 USD pro Nutzer pro Monat für Multichannel (Stand Mai 2026, lemlist.com Pricing-Seite). Ein dreiköpfiges SDR-Team im Multichannel-Plan zahlt 261 bis 327 USD pro Monat je nach Billing-Zyklus, vor Deliverability- und Intent-Signal-Add-ons.

Was Lemlist gut macht (die faire Version)

Startseite von Lemlist mit Produkt-Positionierung und Call to Action
Screenshot von lemlist.com, Mai 2026

Wer nur auf den Preis schaut, entscheidet falsch. In diesen Punkten ist Lemlist besser als die meisten Alternativen:

Liquid-Templates und Variablen-Tiefe. Lemlists Personalisierungs-Engine ist nach wie vor eine der besten in der Kategorie. Bedingte Variablen, Bild- und Video-Personalisierung innerhalb der Sequenz sind dichter integriert als aktuell bei Smartlead oder Instantly.

Lemwarm-Deliverability. Das Warmup ist Teil der Plattform und wird nicht separat berechnet. Das verhindert eine ganze Klasse operativer Fehler. Smartleads und Instantlys Warmup-Pools sind auf vergleichbarem Niveau. Apollos Warmup ist das schwächste der Gruppe. Für Teams, die reines Cold-E-Mail ohne LinkedIn betreiben, ist Lemwarm ein echtes Argument für den Verbleib.

Multichannel-Sequenz-Orchestrierung. Sobald du den 109-Dollar-Plan hast, ist die Orchestrierung von E-Mail, LinkedIn, SMS und WhatsApp im selben Sequence-Editor wirklich praktisch. Kanäle Schritt für Schritt zu mischen, ohne die Zielgruppe neu aufzubauen, geht in Lemlist schneller als in jedem zusammengewürfelten Tool-Stack.

Die 650-Millionen-Leads-Datenbank. Schon ab dem Email-Plan verfügbar. Die Ausrichtung unterscheidet sich von Apollos 275 Millionen B2B-Kontakten, aber dass ein Sequencing-Tool überhaupt einen eigenen Lead-Finder mitbringt, ist die Ausnahme.

Nichts davon ändert das Urteil für LinkedIn-first-Teams oder Teams mit knappem Budget. Aber "Lemlist taugt nichts" wäre eine zu bequeme Schlussfolgerung. Lemlist ist teuer und E-Mail-zentriert. Ob das für dein Team entscheidend ist, hängt vom konkreten Einsatz ab.

Wie wir die 8 Alternativen bewertet haben

Als Maßstab diente der Arbeitsalltag eines typischen SDR: rund 500 LinkedIn-Kontakte und 2.000 E-Mails pro Monat. Vier Kriterien:

  1. Preis-Transparenz. Listenpreis in USD oder EUR pro Monat, Aufschlüsselung pro Nutzer, alle Pflicht-Add-ons sichtbar.
  2. Kanal-Mix. Reines E-Mail-Tool, reines LinkedIn-Tool, echtes Multichannel oder vollständig native Plattform.
  3. KI-Tiefe. Von "KI schreibt eine Betreffzeile um" bis "KI führt das Gespräch weiter, bis der Kontakt einen Termin gebucht hat".
  4. Konto-Sicherheit und Compliance. Cloud-Tool oder Browser-Extension, dedizierte IP, DSGVO-Haltung bei europäischen Daten, EU-Hosting.

Die Preise haben wir zwischen dem 18. und 20. Mai 2026 direkt von den Pricing-Seiten der Anbieter geholt. Volumenangaben stammen aus deren Produkt-Dokumentation oder, wo verifiziert, aus G2-Bewertungen.

Die 8 besten Lemlist-Alternativen 2026 im Detail

1. 36leads: die beste Wahl für LinkedIn-first DACH-Teams mit KI-Konversation

Startseite von 36leads mit dem KI-gestützten LinkedIn-Lead-Generation-Cockpit
Screenshot von 36leads.io, Mai 2026

36leads ist eine LinkedIn-first Lead-Generation-Plattform mit drei Ebenen in einem Cockpit: KI-generierte Content-Posts, ICP-gefilterte Prospect-Suche samt Connection Requests und ein AI Conversation Autopilot, der das Gespräch weiterführt, bis der Kontakt qualifiziert ist oder einen Termin gebucht hat. Nichts verlässt deinen Account ohne deine Freigabe. Das unterscheidet die Plattform von vollautomatischen Tools, bei denen einzelne Schritte ohne Rückfrage laufen.

Pricing: 49 EUR pro Monat für Content and Visibility (ein LinkedIn-Account, KI-Posts, Scheduling, Engagement-Automation). 199 EUR pro Monat Early-Bird für Growth (zusätzlich Lead Finder, Connection Requests, AI Conversation Autopilot). Enterprise auf Anfrage. EU-Hosting, deutscher Support.

Wo es gewinnt: Die Konversationsebene. Die meisten Alternativen hören bei "Nachricht raus" auf. 36leads führt das Gespräch in deinem Stil weiter, bis ein Termin steht, mit deiner Freigabe pro Schritt. Hinzu kommt: Die Content-Erstellung ist bereits integriert. Bei Lemlist brauchst du dafür ein separates Tool.

Wo Lemlist gewinnt: Native Cold-E-Mail-Infrastruktur und Lemwarm. 36leads ersetzt keine Cold-E-Mail-Plattform, wenn E-Mail dein Hauptkanal ist.

Passt zu dir, wenn: LinkedIn dein wichtigster Outbound-Kanal ist, du ein Tool statt drei willst und dir wichtig ist, jeden Schritt selbst freizugeben, statt einem Bot blind zu vertrauen.

36leads Growth zu 199 EUR pro Monat bündelt Content-Erstellung, ICP-Prospecting, Connection Requests und AI Conversation Autopilot in einem Cockpit. Es ist die einzige Plattform in dieser Liste, die das ganze Gespräch mit Freigabe pro Schritt übernimmt, statt nur die erste Nachricht zu schicken.

2. Smartlead: Volumen-Cold-E-Mail mit unbegrenzten Inboxen

Startseite von Smartlead mit Positionierung als Cold-E-Mail-Infrastruktur
Screenshot von smartlead.ai, Mai 2026

Smartlead ist auf Zustellbarkeit bei hohem Volumen ausgelegt. Unbegrenzte E-Mail-Konten in jedem bezahlten Tier, ein Warmup-Pool und ein integriertes CRM, zu einem Preis, für den Wettbewerber nur halb so viel Volumen bieten.

Pricing (verifiziert Mai 2026, smartlead.ai/pricing): Base 39 USD pro Monat (2.000 Kontakte, 6.000 Sends). Pro 94 USD (30.000 Kontakte, 90.000 Sends). Unlimited Smart 174 USD (unbegrenzte Kontakte, 150.000 Sends). Unlimited Prime 379 USD (500.000 Sends, dedizierte Infrastruktur). Jahresbillung spart 17 Prozent.

Wo es gewinnt: Unbegrenzte Inboxen ab dem ersten Tier. Die meisten Konkurrenten zählen jeden Mailbox-Slot einzeln. Die Zustell-Infrastruktur ist der Hauptgrund, warum Teams zu Smartlead wechseln.

Wo Lemlist gewinnt: Kreative Personalisierung und natives LinkedIn. Smartlead hat kein LinkedIn-Modul.

Passt zu dir, wenn: Cold E-Mail dein Hauptkanal ist, du Inbox-Slots ohne Per-Mailbox-Gebühr skalieren willst und LinkedIn oder Content im selben Tool für dich nicht relevant sind.

3. Instantly: Volumen-Sieger mit Auto-Warmup

Startseite von Instantly mit der Positionierung als Cold-E-Mail-Plattform
Screenshot von instantly.ai, Mai 2026

Instantly verkauft sein Produkt in zwei unabhängigen Modulen: Sending und Credits. Sending ist die Cold-E-Mail-Engine. Credits geben Zugriff auf die B2B-Datenbank mit über 450 Millionen Kontakten. Die meisten Teams brauchen beides.

Pricing (verifiziert Mai 2026, instantly.ai/pricing): Growth 47 USD pro Monat (unbegrenzte Inboxen, 1.000 Kontakte, 5.000 E-Mails). Hypergrowth 97 USD (25.000 Kontakte, 100.000 E-Mails). Light Speed 358 USD (100.000 Kontakte, 500.000 E-Mails). Für den Datenbankzugang gilt dasselbe Preismodell.

Wo es gewinnt: Volumen pro Dollar. Hypergrowth zu 97 USD für 100.000 Sends ist das günstigste seriöse Volumen-Tier in diesem Vergleich. Der Auto-Warmup-Pool ist auf Lemwarm-Niveau.

Wo Lemlist gewinnt: Multichannel-Orchestrierung. Instantly ist von Anfang an als reines E-Mail-Tool aufgebaut.

Passt zu dir, wenn: du viel Cold E-Mail verschickst, dein Stack ein separates LinkedIn-Tool hat und du Auto-Warmup ohne Aufpreis willst.

4. Apollo.io: die richtige Wahl bei eingebauter B2B-Datenbank

Startseite von Apollo.io mit der All-in-one-Sales-Plattform und integrierter B2B-Datenbank
Screenshot von apollo.io, Mai 2026

Apollos eigentliche Stärke ist nicht der Sequencer, sondern die B2B-Datenbank mit 275 Millionen Kontakten, die direkt mit dem Sequencer verknüpft ist. Du gehst vom Schritt "Kontakt finden" direkt in "Sequenz starten", ohne das Tool zu wechseln. Das ist ein anderes Vorgehen als bei Lemlist, wo du die Liste selbst mitbringst.

Pricing: Apollo bietet einen kostenlosen Starter-Plan mit 50 Credits pro Monat, danach bezahlte Tiers pro Nutzer pro Monat. Die aktuellen Pläne starten bei etwa 49 USD pro Nutzer pro Monat im Basic-Tier, die höheren Professional- und Organization-Tiers liegen darüber. Aktuelle Limits findest du auf apollo.io/pricing.

Wo es gewinnt: Wer die richtigen Kontakte sucht und sofort anschreiben will, braucht kein zweites Tool. Datenbank, Intent-Signale und Sequencer laufen in einem. Lemlists Lead-Datenbank ist kleiner und weniger auf B2B-Firmendaten ausgelegt.

Wo Lemlist gewinnt: Sequenz-Personalisierung und Deliverability-Infrastruktur. Apollos Warmup ist das schwächste in dieser Gruppe.

Passt zu dir, wenn: dein Engpass das Finden der richtigen Kontakte ist, nicht das Anschreiben. ABM-Teams und SDRs ohne fertige Liste kommen mit Apollo weiter als mit Lemlist.

5. Saleshandy: günstigster Einstieg für Cold-E-Mail-Outreach

Startseite von Saleshandy mit der Positionierung des Cold-E-Mail-Outreach-Produkts
Screenshot von saleshandy.com, Mai 2026

Saleshandy unterbietet alle beim Einstiegspreis. Outreach Starter zu 25 USD pro Monat deckt 2.000 aktive Prospects und 6.000 E-Mails mit unbegrenzten E-Mail-Konten ab. Derselbe Workload kostet bei Lemlist Email 39 USD, bei Smartlead Base ebenfalls 39 USD.

Pricing (verifiziert Mai 2026, saleshandy.com/pricing): Outreach Starter 25 USD pro Monat (2.000 Prospects, 6.000 E-Mails). Outreach Pro 69 USD (30.000 Prospects, 150.000 E-Mails). Outreach Scale 139 USD (60.000 Prospects, 240.000 E-Mails, Whitelabel). Outreach Scale Plus 209 USD (100.000 Prospects, 300.000 E-Mails, dedizierter Customer Success Manager). KI-Credits, E-Mail-Verifizierung und Dialer-Credits laufen separat als Add-ons.

Wo es gewinnt: Der niedrigste Einstieg für ein vollwertiges Cold-E-Mail-Tool. Die Whitelabel-Option im Scale-Plan ist für Agenturen interessant.

Wo Lemlist gewinnt: Kreative Tiefe, LinkedIn-Modul und die Reife der Marke. Saleshandys Sequence-Editor funktioniert, ist aber weniger ausgereift.

Passt zu dir, wenn: das Budget die harte Grenze ist und E-Mail dein Hauptkanal. Solo-Gründer und kleine SDR-Teams bekommen hier mehr fürs Geld als anderswo.

6. Waalaxy: LinkedIn-led Multichannel mit EU-Datenresidenz

Startseite von Waalaxy mit LinkedIn-Automation und Multichannel-Outreach-Positionierung
Screenshot von waalaxy.com, Mai 2026

Waalaxy ist der europäische LinkedIn-first Sequencer mit Hauptsitz in Frankreich, bei dem E-Mail als zweiter Kanal mitläuft, nicht als erster. Die Plattform ist sowohl als Browser-Extension als auch als Cloud-Version verfügbar. Der Free-Tier mit 100 LinkedIn-Invites pro Monat ist der Türöffner.

Pricing: 39 bis 139 EUR pro Nutzer pro Monat je nach Tier. Der Pro-Plan am oberen Ende enthält die Cross-Channel-E-Mail-Sequenzen und den KI-Prompt-Builder. Free-Tier mit 100 Invites pro Monat verfügbar.

Wo es gewinnt: Einsteigerfreundlichkeit und der niedrigste Preis für ein LinkedIn-Tool. EU-Datenresidenz ist für DACH-Teams ein Pluspunkt. Die Cross-Channel-E-Mail im Pro-Plan ist konkurrenzfähig zu Lemlists Multichannel, kostet aber weniger.

Wo Lemlist gewinnt: Die E-Mail-Deliverability-Infrastruktur. Waalaxys E-Mail-Seite funktioniert, gehört aber nicht zur Spitze der Kategorie.

Passt zu dir, wenn: LinkedIn der primäre Kanal ist, das Team klein ist und der Free-Tier reicht, um den Workflow auszuprobieren, bevor du zahlst.

7. Salesforge: KI-generierte Cold E-Mail pro Empfänger

Startseite von Salesforge mit der Positionierung als KI-generierte Cold-E-Mail-Plattform
Screenshot von salesforge.ai, Mai 2026

Salesforge gehört zur neuen Generation der KI-Cold-E-Mail-Plattformen. Jede E-Mail wird durch die KI für den einzelnen Empfänger generiert. Mailbox-Rotation und unbegrenzte Sender unterscheiden Salesforge strukturell von Lemlist und Smartlead.

Pricing: Startet bei etwa 48 USD pro Monat für den Growth-Plan mit KI-Generierung und Mailbox-Rotation. Höhere Tiers skalieren das Sendevolumen und die Anzahl der Team-Seats.

Wo es gewinnt: KI-Generierung pro Nachricht, nicht pro Template. Wenn dein Alltag bedeutet, täglich 500 individuelle E-Mails zu versenden, ist Salesforge nützlicher als Lemlists Template-Ansatz.

Wo Lemlist gewinnt: Multichannel-Orchestrierung und LinkedIn-Integration. Salesforge ist reines E-Mail-Tool.

Passt zu dir, wenn: du der Überzeugung bist, dass Template-Cold-E-Mail vorbei ist, und eine Plattform willst, deren Kern die KI-Generierung pro Empfänger ist.

8. Reply.io: volle Sales-Engagement-Workflows

Startseite von Reply.io mit voller Sales-Engagement-Plattform und Multichannel-Outreach
Screenshot von reply.io, Mai 2026

Reply.io ist näher an einem Salesloft- oder Outreach-Konkurrenten als an einem reinen Cold-E-Mail-Tool. E-Mail, LinkedIn, SMS, WhatsApp und Telefonate laufen in einer gemeinsamen Engagement-Plattform zusammen, mit stärkeren CRM-Integrationen als bei Lemlist.

Pricing: Mehrere Tiers ab etwa 60 USD pro Nutzer pro Monat für den Email-Volume-Plan, nach oben hin Enterprise-Pläne für vollständige Sales-Engagement-Workflows.

Wo es gewinnt: Workflow-Tiefe und CRM-Integrationen (Salesforce, HubSpot, Pipedrive nativ). Größeres Funktionsspektrum als Lemlist, vor allem für Revenue-Teams, die schon einen strukturierten Vertriebsprozess fahren.

Wo Lemlist gewinnt: Setup-Geschwindigkeit und kreative Personalisierung. Reply.io braucht länger, bis es sauber läuft.

Passt zu dir, wenn: du ein Vertriebsteam ab zehn Leuten leitest, das einen definierten Prozess hat, und die Engagement-Plattform sich in Salesforce oder HubSpot einfügen muss, nicht umgekehrt.

Lemlist-Alternativen Feature-Matrix

Lemlist-Alternativen Feature-Matrix 2026ToolEinstieg / MonatLinkedInE-MailKI-KonvEU-HostingGeeignet für36leads49 EURNativRoadmapEnd-to-endJa (EU)LinkedIn-first KISmartlead39 USDNeinNativBetreffzeileUSVolumen-E-MailInstantly47 USDNeinNativBetreffzeileUSHohes SendevolumenApollo.ioFree / 49 USDAdd-onNativKI-WriterUSDaten + OutreachSaleshandy25 USDNeinNativKI-CreditsUSBudget-E-MailWaalaxyFree / 39 EURNativPro-PlanKI-PromptsJa (FR)LinkedIn-EinstiegSalesforge48 USDNeinNativPro NachrichtUSKI-Cold-E-MailReply.io60 USDNativNativKI-SDR-Add-onUSVolle SEPLemlist (Ref)39 USDMultichannelNativNur First-LineEU + USE-Mail + LI-MixQuellen: Pricing-Seiten der Anbieter, 18. bis 20. Mai 2026. EU-Hosting bezeichnet die primäre Datenresidenz, nicht DSGVO-Konformität.Legende: Nativ = eingebaut, Add-on = bezahltes Modul, KI-Konv = KI führt das Gespräch, nicht nur die erste Nachricht.

Stack-Kosten-Analyse: Lemlist plus Extras gegen All-in-one

Der ehrliche Vergleich lautet nicht "Lemlist gegen Alternative", sondern "Lemlist plus alles, was du sowieso noch brauchst" gegen eine All-in-one-Plattform. Ein SDR, der 2026 E-Mail und LinkedIn parallel betreibt, kommt typischerweise auf folgenden Stack:

Monatliche Stack-Kosten pro SDR, USD-Äquivalent (Mai 2026)Monatliche Kosten pro SDR, USD-Äquivalent (Mai 2026)Lemlist Multi + Sales Nav + CRM~278 USDSmartlead + Expandi + CRM~208 USDInstantly + Waalaxy Pro + CRM~196 USDApollo Basic + LinkedIn manuell~149 USD36leads Growth (All-in-one)~215 USD (199 EUR)Quellen: Pricing der Anbieter im Mai 2026. Annahme: 1 SDR, 1 LinkedIn-Account, Mid-Tier-CRM, mittleres E-Mail-Volumen.EUR zu USD bei 1,08. CRM-Kosten geschätzt mit HubSpot Starter (45 USD) oder Pipedrive Essential (29 USD).

Drei Erkenntnisse lassen sich aus den Zahlen ableiten. Erstens: Kein Stack ist deutlich günstiger als die anderen, sobald man alle Komponenten einkalkuliert, die in der Praxis dazugehören. Zweitens: Der Lemlist-Multichannel-Stack landet ganz oben, gerade weil sich die Per-User-Bepreisung mit jedem zusätzlichen Mitarbeiter aufaddiert. Drittens: Eine All-in-one-Lösung wie 36leads oder das daten-zentrierte Apollo fasst alle Posten in einer Rechnung zusammen. Das ist operativ einfacher, selbst wenn unterm Strich ähnliche Beträge stehen.

Die Ersparnis durch einen Wechsel ist real, aber kleiner, als die Marketingversprechen der Anbieter nahelegen. Der größere Gewinn liegt in der Tool-Konsolidierung: ein Login, ein Posteingang, ein klarer Stand pro Gespräch.

Ein einzelner SDR mit E-Mail- plus LinkedIn-Outreach und Basic-CRM zahlt 2026 zwischen 149 und 278 USD pro Monat, je nach Tool-Kombination (Vendor-Pricing Mai 2026). Der Lemlist-Multichannel-Stack ist mit ~278 USD/Monat der teuerste. Der günstigste seriöse Setup ist Apollo Basic zu ~149 USD/Monat, allerdings mit manueller LinkedIn-Arbeit.

Welche Alternative passt zu welchem Anwendungsfall

Wer die Antwort schon kennt, überspringt diesen Abschnitt. Sonst:

  • Du verkaufst Mid-Market-B2B und die Antworten kommen über LinkedIn: 36leads Growth.
  • Du verschickst 50.000+ Cold-E-Mails pro Monat und LinkedIn ist für dich nicht relevant: Smartlead oder Instantly.
  • Du hast noch keine Kontaktliste: Apollo.io.
  • Du bist Solo-Gründer und willst Cold E-Mail erstmal ausprobieren: Saleshandy Outreach Starter.
  • Du bist eine Agentur mit zehn Kunden-Accounts: Smartlead Unlimited Prime, oder HeyReach, sobald du LinkedIn in Agentur-Größenordnung fahren musst.
  • Du willst KI-Generierung pro Nachricht statt Templates: Salesforge.
  • Du führst ein Vertriebsteam ab zehn Personen, das schon auf Salesforce oder HubSpot läuft: Reply.io.
  • Du willst LinkedIn-first auf kleinem Budget mit EU-Datenresidenz: Waalaxy.
  • Du bist mit Lemlist Email zu 39 USD zufrieden und brauchst nur E-Mail: bleib dabei. Ein Wechsel hat immer Kosten.

So sind wir vorgegangen

Alle Preise haben wir zwischen dem 18. und 20. Mai 2026 selbst von den Pricing-Seiten der Anbieter geholt. Die Funktionsangaben stammen aus der jeweiligen Produkt-Dokumentation. Wo wir eine Zahl nicht selbst verifizieren konnten, etwa die aktuellen Tier-Limits bei Apollo, verlinken wir auf die Pricing-Seite des Anbieters, statt zu raten.

Dieselbe Methodik steckt hinter unserem LinkedIn-Automation-Tools-Vergleich, unserem B2B-Leadgenerierung-Guide für DACH 2026 und der Kaltakquise-Alternative-Übersicht.

Fazit

Lemlist ist nicht generell das falsche Tool. Es ist das falsche Tool für Teams, deren Kaufgespräche heute auf LinkedIn stattfinden, für Teams, bei denen sich 109 USD pro Nutzer und Monat nicht rechnen, und für Teams, die nicht nur die erste Zeile von der KI brauchen, sondern das ganze Gespräch.

Wenn dein Team in eine dieser drei Schubladen fällt, ist der Ersatz kein 1:1-Wechsel, sondern ein Kategorienwechsel. Nimm eine LinkedIn-native Plattform, wenn LinkedIn der Kanal ist, auf dem Deals entstehen. Nimm eine Volumen-Cold-E-Mail-Plattform, wenn E-Mail nach wie vor trägt. Nimm eine daten-orientierte Plattform, wenn die Suche nach den richtigen Kontakten der Engpass ist. Und dann teste es 30 Tage lang im echten Arbeitsalltag.

Wenn LinkedIn-first und KI-Konversation der Grund sind, warum du hier gelandet bist, starte einen kostenlosen Workspace auf 36leads. Wenn du deinen Stack vor dem Wechsel mit jemandem durchsprechen willst, buch ein 15-Minuten-Gespräch. Wir sagen dir auch ehrlich, wenn 36leads für dein Setup nicht passt.


Bildquellen und Hinweis: Alle Tool-Screenshots sind eigene Aufnahmen der Anbieter-Websites im Mai 2026. Marken, Markennamen, Logos und alle abgebildeten Inhalte sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber und werden hier ausschließlich zum Zweck des redaktionellen Vergleichs nach § 51 UrhG (Zitatrecht) verwendet. Die genannten Preise entsprechen der zum Recherche-Zeitpunkt öffentlich gelisteten Vendor-Pricing und können sich jederzeit ändern.

Häufig gestellte Fragen

Die beste Lemlist-Alternative hängt vom Hauptkanal ab. Für LinkedIn-first DACH-Teams mit KI-Konversation ist 36leads Growth zu 199 EUR pro Monat die einzige Plattform, die Content, Prospecting und KI-gestützte Antwort-Qualifizierung in einem Cockpit bündelt. Für reines Cold-Email-Volumen ist Smartlead Base zu 39 USD pro Monat mit 6.000 Sends die günstigste Skalier-Variante. Für eine Plattform mit eingebauter B2B-Kontaktdatenbank ist Apollo.io ab etwa 49 USD pro Nutzer pro Monat der Standard. Für das günstigste Cold-Email-Tool überhaupt liegt Saleshandy Outreach Starter bei 25 USD pro Monat.

Stanislav Soziev

Stanislav Soziev

Gründer von 36leads

Stanislav Soziev ist Gründer von 36leads, einer B2B-LinkedIn-Automationsplattform für Founder, SDRs und Marketing-Teams im DACH-Raum. Seit über zehn Jahren baut er Growth- und Sales-Systeme und verbindet technische Umsetzung mit Go-to-Market-Strategie. Er schreibt über LinkedIn-Outbound, AI-gestützte Pipeline-Generierung und darüber, wie aus Aufmerksamkeit qualifizierte Termine werden.

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